Neuseeland mit dem Rad – unsere Route

Nachdem die grundlegende Frage geklärt war, ob das mit den Fahrrädern in Neuseeland überhaupt geht, haben wir uns an die Grobplanung der Route gemacht.

Die Grundsatzfrage: Nord- oder Südinsel

Bei einer Neuseeland-Reise stellt sich ja immer die entscheidende Frage: Nord- oder Südinsel oder sogar beides? Thomas war bereits zwei Mal in Neuseeland und für ihn war die Sache schnell klar: Es soll nur auf die Südinsel gehen. Die Nordinsel hat sicher ihre Vorteile gerade für Reisen mit kleinen Kindern. Aber angesichts der wunderschönen Natur auf der Südinsel und der dann doch recht langen Distanzen in Neuseeland wollten wir uns fokussieren. Dann ist eben doch die Südinsel spektakulärer.

Diese Entscheidung stand bereits fest, bevor wir die Idee mit dem Rad hatten. Insofern war klar: Nun ging es darum zu schauen, welche Optionen haben wir mit dem (Lasten-)Rad und zwei kleinen Kindern auf der Südinsel? Schließlich hat vor uns noch niemand so eine Reise gemacht, zumindest findet man im Internet nichts darüber.

Radfahren in Neuseeland – gar nicht so einfach

Thomas hat sich dann intensiv mit dem Radfahren in Neuseeland auseinandergesetzt und Stück für Stück eine Route entworfen. Hilfreich waren dabei vor allem drei Seiten: Die 22 Great Rides, das sind sozusagen offizielle Radfernwege in Anlehnung an die Great Walks, also die Fernwanderwege. Und zwei ausführliche Reiseberichte zu Reisen mit dem Rad in Neuseeland – einer auf deutsch und ein weiterer auf Englisch.

Einmal rundherum über die Südinsel

Unsere Route basiert auf der Idee, von Christchurch ausgehend einen Kreis zu fahren. Dabei aber auch Teilstrecken, die nicht wirklich gut zum Radeln geeignet sind, anderweitig zu überwinden. Dabei wollen wir das Lastenrad transportieren lassen oder Thomas fährt einen Teilabschnitt mit dem Lastenrad und Tanja nimmt mit den Kindern den Intercitybus. Diese Überbrückungen sind notwendig, da es ansonsten insgesamt zu weit würde. Da bestimmte Teilstrecken einfach nur entlang der großen Highways verlaufen und damit zum einen langweilig sind, aber vor allem auch gefährlich. In Neuseeland gibt es in der Regel keine Fahrradwege. Man fährt mit den großen Trucks, Bussen und Campern auf ein- und derselben Straße.

3 Teilstrecken

Herausgekommen sind drei Radtouren zwischen denen jeweils ein Lastenrad-Transport stattfindet. Sie orientieren sich am Prinzip, den für Neuseeland charakteristischen Westwind bestmöglich zu vermeiden. Außerdem fahren wir ja im Herbst und wollten daher eher von Süden nach Norden fahren, wo es klimatisch bedingt tendenziell länger warm ist:

Tour 1 (ca. 2,5 Wochen Zeit): Von Oamaru über den Alps2Ocean-Radweg zum Lake Tekapo und von dort weiter entlang des Highways nach Wanaka.

Tour 2 (ca. 1,5 Wochen Zeit): Von Ross/Hokitika aus über den West-Coast-Wilderness-Trail bis rauf nach Westport. Hier wird noch ein weiterer Radweg an der Küste entlang gebaut, der aber wohl leider noch nicht fertig sein wird, wenn wir dort vorbeikommen.

Tour 3 (ca. 3,5 Wochen Zeit): Von Wakefield rauf zum Abel Tasman, ggf. nach Capre Farewell und dann runter über Nelson nach Picton. Hier gibt es auf Teilabschnitten den Tasmans Great Taste Trail und den Link Pathway.

Die restliche Zeit verteilt sich dann auf das Drumherum: Transport nach Oamaru, Zeit in Wanaka, Transport von Wanaka nach Ross mit Stop am Franz Josef Gletscher, Transport von Westport nach Wakefield und schließlich die Fahrt von Picton runter nach Christchurch mit dem Zug und Stopover in Kaikoura. Jeder der Abschnitte ist so geplant, dass wir ihn spontan anpassen können – es gibt also kürzere und längere Optionen, bei denen wir kurzfristig vor Ort entscheiden können, ob wir die machen wollen oder ob uns das dann zu viel ist.

Damit steht also unsere grobe Route – aber es gibt noch einige Fragen zu klären:

  • Wo werden wir übernachten?
  • Wie schaffen wir es, dass es für die Kinder attraktiv wird?
  • Werden wir genug Möglichkeiten haben, unsere Akkus aufzuladen und Essen einzukaufen?
  • Und was könnte sonst noch schiefgehen, worüber wir uns lieber vorher Gedanken machen sollten?

Wie die Idee entstand erzählen wir dir hier.


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